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Bypass
Grabenstraße Leonberg 1.
Die Gruppe Brückenschlag und die Gruppe Immissionen der Lokalen
Agenda Leonberg legen
gemeinsam den im folgenden skizzierten Vorschlag der Stadtverwaltung und
dem Gemeinderat vor. Wir beantragen, den Vorschlag im
verkehrstechnischen Teil der zur Zeit laufenden Bauleitplanung
gleichrangig mit den vom Gutachter Prof. G. Kölz bislang zur Diskussion
gestellten Umgehungsstraßen zu behandeln und zu bewerten, speziell im
Vergleich mit dem sogenannten Hasenbrünnele-Tunnel. 2.
Grundlegende Aspekte und Zielvorstellungen: 3. Nur wenn diese Entlastung vom Durchgangsverkehr gelingt,
4.
Die lange Zeit blockierten Planungen für das Gebiet „Östlich
der Grabenstraße“ sollen nun von der Wüstenrot Haus- und Städtebau
GmbH als Entwicklungsträger wieder
aufgenommen werden; dieses Gebiet endet im Norden am Sonnenrain. Aus der
Sicht weitschauender Stadtentwicklung bleibt dieser Planbereich
allerdings Stückwerk. Die Stadt sollte u. E. alles daran setzen, auch
das Gelände der Kreissparkasse in einen umfassenden Plan einzubeziehen
und auch die Kreissparkasse als Investor zu gewinnen. Dann besteht die
Chance, diese in der Nachkriegszeit geschaffene städtebauliche
„Brache“ rund um die Gebäude der Kreissparkasse herum zu einem
Stadtquartier umzugestalten und für die Allgemeinheit nutzbar zu
machen. Zum Beispiel könnte dort ein dringend notwendiger
Verbrauchermarkt für die Nahversorgung angesiedelt werden. Der
Flachdach-Pavillon der KSK wird in diesem Konzept keinen Bestand haben,
vielmehr muß der Straßenraum der Sonnenkreuzung durch eine
Randbebauung, die sich am historischen Vorbild orientiert, wieder
geschlossen werden. Siehe hierzu Plan
BYPASS GRABENSTRASSE, Nördlicher
Teil. Die technische Seite unseres Vorschlags: 1. Der Bypass Zur Entlastung vom Durchgangsverkehr schlagen wir vor, eine aufwärts führende Fahrbahn etwa 60 Meter östlich der Grabenstraße in einen Geländeeinschnitt zu verlegen und zu überdeckeln. Die Trassenführung zeigt der Plan „BYPASS GRABENSTRASSE“ vom März 2005 samt einem schematischen Längschnitt. Der Querschnitt der Röhre für die Fahrbahn plus Standspur muß ca. 6,5 Meter breit und 4,8 Meter hoch sein. Nach der Ampel bei der Seedammstraße soll der Autoverkehr für die Ziele Haldengebiet, Höfingen, Gerlingen, Ditzingen, Feuerbach (B 295) sowie Richtung Stuttgart über Solitude in den Bypass gelenkt werden. Die Zufahrt zum unterirdischen Streckenabschnitt geht in gerader Linie von der Eltinger Straße nach Norden; die Ausfahrt liegt kurz vor der Agnes-Miegel-Straße. Die
Grabenstraße soll in Aufwärtsrichtung nur noch für Linienbusse und
den Anliegerverkehr der Grabenstraße sowie für den abbiegenden Verkehr
zur Stuttgarter Straße bis zur oberen Burghalde und zum Engelberg frei
sein. Der untere
Tunnelmund befindet sich hinter dem ehemaligen „Lamm“ in der
historischen Stützmauer, die an die Friedhofmauer anschließt.
Der überdeckelte Straßenabschnitt ist ca.
220 Meter lang und endet bei der nördlichen Grundstücksgrenze
der Parz. 169/2 (LKZ). Der Tunnelauslauf ist oben offen. Die Stützmauern folgen der
leichten Linkskurve in Richtung Agnes-Miegel-Straße auf etwa
15 Meter Länge; sie fallen in der Höhe in einer parabolischen
Linie bis zur Erdgleiche ab. Die Kreuzung mit der Agnes-Miegel-Straße
ist mit 394 m ü. NN
der höchste Punkt der Trasse. Der gesamte
Geländeeinschnitt kann in offener Bauweise erstellt werden. Die Trasse
ist größtenteils frei; fast alle abzuräumenden Gebäude sind ohnehin
abbruchreif. Welche der im Plan angedeuteten Trassenvarianten auf dem
Sparkassengelände zum Zuge kommt, hängt von der Entscheidung der KSK
ab. Die Tunnelwände zwischen der Stuttgarter Straße und dem offenen
Auslauf müssen zur Sicherung der benachbarten Hausfundamente auf ca. 30
Meter Länge als Bohrpfahlwand ausgebildet werden. Falls Abgase über
einen Kamin abzuführen und ggf. zu filtern sind, kann dies unmittelbar
vor dem oberen Auslauf geschehen. Die
Steigung im Bypass beträgt 4%,
sie ist auf der gesamten Länge konstant. Demgegenüber liegt die
Steigung der Grabenstraße zwischen der Ampel beim „Lamm“ und der
Sonnenkreuzung bei 7,2%. Die Steigung kann also fast halbiert werden. Außerdem
ist auf der Bypass-Strecke freie Fahrt von der Seedammstraße bis zur
Ampel bei der Strohgäustraße. Wird diese mit der Seedamm-Ampel auf Grüne
Welle bei 50 km/h
synchronisiert, können die Emissionen noch weiter reduziert werden. 2. Die
Verbindung zur Stuttgarter Straße Der über die Stadtgrenze hinaus weiter nach Osten zielende Verkehrsanteil soll von der Feuerbacher Straße über die Goethestraße zur Stuttgarter Straße hin abgezweigt werde. Siehe hierzu den Plan BYPASS, Nördlicher Teil. Die am Hang hoch führende, rund 100 Meter lange Verbindung hat etwa 9% Steigung. Der Verkehr schwankt stark im Tagesverlauf, abhängig vom Berufsverkehr; seine Struktur bedarf noch der genaueren Untersuchung. |