von Für Prof. Schmid am 18
Jan. 2006 02:00
Wussten Sie, dass unser Überleben von den Bäumen abhängt? Seit 1950
hat die Erde mehr als die Hälfte ihrer Baumdecke verloren. Um die Luft
von der Verschmutzung der Autos und der Industrie zu reinigen, brauchen
wir eine Baumdecke der Grösse der USA. Durch die Zerstörung der Wälder
begeht der Homo sapiens Selbstmord.
Wussten Sie, dass ein Baum jeden Tag mehr als 250 Liter Feuchtigkeit
abgibt? Ein Hektar Wald kann soviel Kohlenmonoxid absorbieren, wie fünfzig
Autos in zwölf Stunden produzieren. Ein Hektar Avocadobäume kann 5000
Kilogramm köstliche Nahrung produzieren, ein Hektar Bananen 12000
Kilogramm.
Wussten Sie, dass jede der Gefahren Umweltverschmutzung, Erosion, Wüstenbildung,
Waldzerstörung, Erderwärmung und Ozonschichtabbau zu einem Aussterben
aller Lebensformen führen kann? Wir sind mit allen zusammen
konfrontiert. Wie bald können die Menschen davon überzeugt werden,
dass der "Sieg in der Schlacht für den Planeten" absolute
Priorität haben muss?
von Ralf am
18 Jan. 2006 08:37
Lohnt es sich, auf diesen Zynismus überhaupt noch zu reagieren???
Kernaussage Prof. Schmid: Ersetzt die Bäume im Glemstal durch eine
Strasse und ihr habt bessere Luft.
Aussage Herr Buff (von mir so interpretiert): Zerstört das Glemstal und
ein funktionierendes Wohngebiet und ihr bekommt einen attraktiven
Boulevard mit interessanter Wohnlage.
Dieser blanke Zynismus zieht sich durch den gesamten FNP. Fundierte
Argumente engagierter Bürger werden einfach totgeredet.
Was, Herr Schuler, wenn ihr Plan von der Zwischenstadt genau so
funktioniert wie Ihr Römercenter. (Das Gebäude wo vorher AWG drin war,
steht jetzt als Bauruine leer). Dann haben Sie nicht nur das Glemstal,
die Gartenstadt, sondern ganz Leonberg auf dem Gewissen.
von Bernie am 18
Jan. 2006 21:48
Da fehlt jetzt nur noch eine Aussage in der Richtung, dass die fahrenden
Fahrzeuge durch ihre Verwirbelung und dem Fahrtwind einen Luftaustausch
noch fördern. Und davon wollen die Stadtplaner ja genug ins Glemstal
bringen.
Zurück zu einer sachlichen Diskussion. Der Gutachter hat leider nicht
verstanden, dass bei einer Inversionswetterlage kaum Luftbewegungen zu
verzeichnen sind. Und damit können auch bestehende Bäume einen
Luftaustausch nicht behindern, da sich kaum etwas bewegt. Und die
vorhandenen Schadstoffe konzentrieren sich in den Kaltluftseen im
unteren Teil des Tales.
Der Entwurf des Flächennutzungsplanes enthält aber noch einige
Ungereimtheiten mehr:
1. die Wohnbebauungsfläche Lohlenbachtäle wird aus einer möglichen
Wohnbebauung herausgenommen, da teilweise ein Landschaftsschutzgebiet
betroffen wird und der Bahnlärm in direkte Nachbarschaft zu hoch ist.
2. die Wohnbebauungsfläche Kirschgärten bleibt aber enthalten, obwohl
ebenfalls ein Landschaftsschutzgebiet betroffen ist. Die ökologische
Bewertung ist sogar noch schlechter als im Lohlenbachtäle.
3. die Wohnbebauungsfläche Ezach III wird realisiert, obwohl teilweise
in das Landschaftsschutzgebiet Schopflochberg eingegriffen wird und die
Autobahn mit Lärm und Schadstoffen in unmittelbarer Nähe liegt.
4. die Wohnbebauungsfläche Hasensaul wird aus einer Wohnbebauung
herausgenommen und in eine Grünlandschaft verwandelt, weil neben dem
Hubschrauberlärm auch der Lärm und die Schadstoffe der Rutesheimer
Str. für eine Wohnbebauung zu hoch sind. Warum die Fläche von einer
Landwirtschaftnutzung in eine Grünflächennutzung geändert wird,
wissen wohl nur die (Planungs-)Götter.
Ich verstehe da nur noch eine logische Konsequenz:
die Wohnbebauung in der Gartenstadt, vor allem unten im Tal, bei der
Bahnlinie und bei den Hauptverkehrsachsen Rutesheimer und Gebersheimer
Str. ist eigentlich zum Wohnen ungeeignet und wird nur auf Grund des
Bestandschutzes toleriert. Von einem gesunden Wohnen kann hier nicht
mehr die Rede sein.
Doch unser Oberbürgermeister Schuler steht nicht allein in der
Verantwortung für diesen Flächennutzungsplan. Entscheiden wird es eine
Mehrheit der 34 Leonberger Gemeinderäte zusammen mit der Stimme unseres
OBs. Hoffentlich können die Räte die Ungereintheiten vor der
entscheidenden Abstimmung noch klären.
von Renate
Wohlbold am 19 Jan. 2006 23:05
Die Landschaftsplanung ist in diesem Flächennutzungsplan relativ
schwach erkennbar, wenn man einmal davon absieht, dass bebaute
Landschaft auch Landschaft ist. Wäre dieser Plan ohne die Beteiligung
des Büros von Prof. Schmid ein anderer geworden? Ich kann mir kaum
vorstellen dass er für unsere Natur und Umwelt viel schlechter geworden
wäre.
Aber ohne die Beteiligung der Stadtplanung von Wick u. Partner würde
sicher nicht dieser Plan vor uns liegen. Insbesondere ist hier Herr Timo
Buff aufgefallen, ein charmanter, intelligenter, ehrgeiziger und gut
geschulter junger Mann, der auch den Trappern in Alaska Kühlschränke
verkaufen könnte, ohne dass es ihm einer übel nehmen würde. Man kann
ihm eine große Zukunft voraussagen. Trotzdem hoffe ich dass Leonberg
kein drittes Herz bekommen muß, nur um die Geh- und Radwegverbindung
zwischen der neuen Stadtmitte und der Altstadt zu verbessern
Der Professor hätte
besser im Klimagutachten der Stadt Leonberg nachgeguckt...von Ewald
Thoma am 20 Jan. 2006 20:14
als den Bäumen die Schuld zu geben.
Im Ernst: Als meteorologisch interessierter und ausgebildeter Mensch,
sind mir am Dienstag bei den Äußerungen des Prof. Schmid die Haare zu
Berge gestanden. Das war nun wirklich nichts, was der Herr Professor da
von sich gegeben hat. Da halte ich mich lieber an ein Gutachten von Dr.
Seitz, welches die Stadt vor einigen Jahren in Auftrag gegeben hat und
dessen hervorragenden und detaillierten Ergebnisse leider in der
Schublade verstauben. Dr. Seitz ist Meteorologe - Prof Schmid ist es
eben nicht - manchmal ist Schweigen besser als sich zu einem fremden
Fachgebiet zu äußern, auch und gerade, wenn man Professor ist.
Im Gutachten von Dr. Seitz steht zu der kleinklimatischen Situation des
Glemstals u.a. folgendes:
----------------
"A20:
Auch im Glemstal zwischen Clausenmühle und Felsensägmühle
nordwestlich der Leonberger Altstadt führt das hohe Kaltluftangebot und
die mangelhaften Kaltabflußmöglichkeiten zur Ausbildung von
Kaltluftseen, so daß an der Station Clausenmühle vorwiegend extreme
Schwachwinde und Windstillen registriert wurden. Als Strömungshindernis
wirkt auch der im Talzug verlaufende Bahndamm, der eine bodennahe
Intensivierung der Belüftung durch Kaltluftabflüsse aus dem Fockental
weitgehend unterbindet.
Infolge der relativen Tieflage gegenüber der angrenzenden Bebauung
ergeben sich nur geringe Luftaustauschbewegungen zwischen Ausgleichsraum
und angrenzenden Wirkungsräumen. Die klimaökologische Wertigkeit ist
hinsichtlich der Merkmalsgruppe Ventilation, Bioklima und Lufthygiene
nur als mäßig bis gering zu bezeichnen.
A25:
Das Glemstal zwischen Gebersheimer Straße und Rutesheimer Straße
zeichnet sich ähnlich wie die talabwärts gelegenen Teilgebiete
(Clausenmühle, Felsensägmühle) durch unzureichende Belüftungsverhältnisse
aus. Zwar ergeben sich über das Lohlenbachtal klimaökologische
Positiveffekte, doch steht der enge, gewundene Talverlauf einer
weiterreichenden Aktivierung des bodennahen Luftaustausches entgegen. Südwestliche
Regionalströmungen wie sie über den Hochlagen des Stadtgebiets zu
registrieren sind, können bei austauscharmen Strahlungswetterlagen
infolge der stabilen Luftschichtung nicht in den Talraum eingreifen.
Planungsempfehlungen
Die Meßdaten der Talstation Clausenmühle belegen die ungünstige klimaökologische
Situation im Glemstal (z.B. geringe vertikale und horizontale
Luftaustauschbewegungen). Bauliche Maßnahmen sollten daher auch
langfristig unterbleiben
----------------------------------------
Diesen eindeutigen Empfehlungen eines hervorragenden Gutachtens ist
eigentlich nichts hinzuzufügen. Eigentlich sollte dieses Gutachten für
die Leonberger Flächennutzungsplanung eine der wichtigsten
Planungsgrundlagen sein, stattdessen wird es leider ignoriert.
Nur nochmals zum Verständnis:
Genau an der Clausenmühle soll künftig die verkehrsreichste Kreuzung
Leonbergs eingerichtet werden, d.h. an der dafür ungünstigsten Stelle
Leonbergs. Welch eine groteske Fehlplanung!
Ergänzung:
Text der Zielsetzung des Gutachtens von Ewald Thoma am 20 Jan.
2006 21:48
Zum Verständnis des Stellenwerts des Gutachtens ist
das Kapitel 1 sehr interessant. Dort wird die Zielsetzung dargestellt.
Die Hauptzielsetzung ist gerade die Flächennutzungsplanung. Ich
verstehe nicht, warum die Stadt dieses Gutachten so wenig beachtet.
Schließlich hat es ja auch Geld gekostet. Ich habe dieses Kapitel
abgescannt und in Text gewandelt. Hier ist der Text (bei der
Textumwandlung können Fehler entstehen, daher kann der Text bei
einzelnen Zeichen vom Original abweichen) :
-----
DR.SEITZ ÖKOPLANA 1
K L IMAÖKOLOGISCHE ANALYSE IM STADTGEBIET LEONBERG UNTER BESONDERER BERÜCKSICHTIGUNG
DES STRÖMUNGSGESCHEHENS
1. Problemstellung
Bedingt durch die Lage des Stadtgebietes Leonberg in verschiedenen
Landschaftsräumen (Glemstal, Hangzone, Gäuflächen) sind
differenzierte lokale und stadtklimatische Erscheinungen zu erwarten,
die im Klimageschehen der Stadt einen wesentlichen Stellenwert
einnehmen. Wie Voruntersuchungen im südöstlichen Glemstal
("Gewerbepark am Autobahndreieck Leonberg") ergaben, wird das
Ventilationsgeschehen der Stadt und somit die
bioklimatische/lufthygienische Situation durch regionale und lokale
Luftzirkulationen, wie z.B. Talabwinde, Hangabwinde und Luftaustausch
zwischen Freiräumen (klimaökologische Ausgleichsräume) und Bebauung
(klimaökologische Wirkungsräume) bestimmt.
Diese als klimaökologische Positiveffekte zu bewertenden Erscheinungen
treten vorwiegend bei Wetterlagen auf, die im Mittleren-Neckar-Raum häufig
zu bioklimatischer/lufthygienischer Belastung führen. Da diese Lokalströmungen
in Teilbereichen des Stadtgebietes wesentlich zur Entlastung beitragen,
gehören Kenntnisse der ortsspezifischen klimaökologischen
Funktionszusammenhänge zwischen Flächennutzung und Entstehung sowie
Auswirkung derartiger Positiveffekte zur Grundlage der Bauleit- und
Landschaftsplanung.
Für das Stadtgebiet von Leonberg wurden die klimaökologische Situation
der verschiedenen Landschaftsräume sowie mögliche Positiveffekte für
die einzelnen Teilbereiche der Bebauung untersucht und meßtechnisch
erfaßt, um als Entscheidungshilfen für die weitere Stadtentwicklung zu
dienen.
In der Einleitung zur Klimauntersuchung des Nachbarschaftsverbandes
Stuttgart wird durch nachfolgenden Text auf die unerläßliche Berücksichtigung
klimaökologischer Belange in der Planung hingewiesen:
"Klima und Luft sind als, wichtige Belange der räumlichen Planung
im Rahmen der Abwägung fester Bestandteil der Bauleitplanung, von
Umweltverträglichkeitsprüfungen und Standortuntersuchungen. Für eine
sachgerechte Berücksichtigung dieser Belange - auch im Hinblick auf
konkurrierende Planungsziele - fehlen i.d.R. flächenbezogene
Informationen. Zweck der Untersuchung ist es, die für eine fehlerfreie
Abwägung klimatischer und lufthygienischer Belange benötigten
Grundlagenmaterialien zu erarbeiten und für die Planungen des Verbandes
bzw. seiner Mitgliedstädte aufzubereiten. Die Maßstäblichkeit der
Untersuchung ist dabei auf die Ebene der Flächennutzungsplanung
abgestimmt, welche eine gemeinsame Aufgabe der im Nachbarschaftsverband
zusammengeschlossenen Gemeinden darstellt.
Auch entsprechen Fragestellungen der Flächennutzungsplanung, speziell
die Frage der Zuordnung von bebauten und nicht bebauten Flächen, der Maßstabsgröße
lokalklimatischer Gegebenheiten und können in dieser Hinsicht auch eine
Antwort finden. Daraus folgt jedoch, daß Kartierungen des örtlichen
Klimas keine parzellenscharfen Aussagen zu entnehmen sind. Die
kartierten Sachverhalte bedürfen schon im einzelnen
Bebauungsplanverfahren, erst recht auf der Ebene des Einzelprojektes,
einer ergänzenden Untersuchung, zumindest aber einer sachgerechten
Interpretation".
Die Darstellung der klimaökologischen Situation für den
Geltungsbereich des Nachbarschaftsverbandes konnte auf der Ebene des Flächennutzungsplanes
demnach nicht derart vertiefend vorgenommen werden, daß sich auch die
Bedeutung kleinräumiger Teilbereiche im klimaökologischen Wirkungsgefüge
der Stadt Leonberg bestimmen läßt bzw. sich Aussagen ableiten lassen,
die konkrete Planungsmaßnahmen auf der Ebene des Bebauungsplanes oder
der Objektplanung rechtfertigen könnten.
Voraussetzung für eine vertiefende Analyse der klimaökologischen
Situation der Stadt Leonberg ist das Vorhandensein ortsspezifischer
Grundlagendaten und Erkenntnisse, aus welchen stadtentwicklungsrelevante
bauliche und grünordnerische Maßnahmen abzuleiten sind. Diese Daten
sind u.a. nur durch den Betrieb eines möglichst dichten Stationsnetzes
zur Messung der Klimaparameter Windrichtung, Windgeschwindigkeit,
Lufttemperatur und Luftfeuchtigkeit zu erhalten, wobei das
Ventilationsgeschehen sowie die Auswirkungen der örtlichen
Kaltluftentstehung und des lokalen Strömungsgeschehens als wesentliche
klimaökologische Wirkungsmechanismen bei den verschiedensten
Wetterlagen kontinuierlich und für problemorientierte Standorte
synchron erfaßt werden. Neben den kontinuierlichen Messungen werden möglichst
flächendeckende Geländeuntersuchungen durchgeführt, wobei mit Hilfe
von Vertikalsondierungen die Intensität, Mächtigkeit und Reichweite
der unterschiedlichen Luftströmungen sowie deren Wechselwirkungen mit
der gegenwärtigen Flächennutzung erfaßt werden.
Die von der Stadt Leonberg an das Büro Dr. Seitz Ökoplana in Auftrag
gegebene Klimauntersuchung hatte, im Gegensatz zur Klimauntersuchung des
Nachbarschaftsverbandes, die kleinräumige Erfassung ortsspezifischer
Klimadaten zum Ziel, die als Entscheidungshilfen für die
Stadtentwicklung (Bebauungspläne, Objektplanung und Grünordnungsplanung)
dienen sollen.
Im Zuge der Untersuchung wurden die komplexen Funktionsabläufe des
lokalen Luftaustausches zwischen dem stadtnahen Freiraumgefüge und der
Bebauung erfaßt. Dabei konnte quantitativ belegt werden, in welchem
Umfang die Luft über bestimmte Bereiche transportiert sowie durch
Einbeziehung bodennäherer Luftmassen bzw. Kaltluft aus dem Glemstal (Talabwind
und mögliche Kaltluftbewegung über die Hänge) bzw. von den Hochflächen
noch eine Verbesserung der Ventilation der Kernstadt und der
Stadtrandbereiche zu erwarten ist. Das zeitliche Auftreten und die räumliche,
d.h., horizontale und vertikale Reichweite lokaler und regionaler
Luftzirkulationen bestimmter Bereiche (z.B. bodennahe Kaltl uftbewegung,
bodenfernerer Luftaustausch zwischen Freiräumen und Bebauung,
Wechselwirkungen zwischen der bestehenden Bebauung und den angrenzenden
Talräumen) finden besondere Beachtung.
Die vertiefende Klimauntersuchung des Gesamtstadtgebietes beantwortet
u.a. folgende Fragen:
Wo ergeben sich lokale Luftzirkulationen oder kleinräumige
Austauschbewegungen zwischen Freiflächen und Bebauung im Bereich der
Kernstadt und den im Randbereich bzw. außerhalb liegenden Stadtteilen?
Werden diese durch die Bebauung behindert oder dringen sie auch in die
Bebauung ein?
Welche Bedeutung erhalten bestimmte Teilbereiche der Stadt für die
Ventilation?
Wie stellt sich das Ventilationsgeschehen über Dachniveau dar? Bis in
welche Höhen erstrecken sich die lokalen Luftströmungen?
Welche planerischen Möglichkeiten ergeben sich, ihre positiven
Wirkungen weitgehend zu erhalten?
Wie wirken sich Dämme, Straßeneinschnitte und Lärmschutzwälle auf
das ortsspezifische bodennahe Strömungsgeschehen aus?
Durch die Erfassung der flächenhaften sowie vertikalen Temperatur- und
Feuchteverteilung werden kleinräumige Austauschbewegungen sowie
positive bzw. negative Auswirkungen der Flächennutzung auf die
Kaltluftentstehung und den bodennäheren Luftaustausch erkennbar.
Welche Rolle spielen die einzelnen stadtrandlichen Freiflächen für die
thermische bzw. lufthygienische Situation?
Welche Intensität erreicht die Zone städtischer Überwärmung im
Untersuchungsgebiet?
Wo lassen sich bauliche Erweiterungen vornehmen?
Welche Bauweise wirkt sich günstig aus (Dichte, Höhe, Stellung der Gebäude,
Ausdehnung der Freiflächen)?
Ein Ziel des Gutachtens ist es, mit zunehmender Bebauung zu erwartende
klimaökologische Beeinträchtigungen durch gezielte Planungsvorschläge
aufzufangen, d.h., Belastungen auf ein Minimum zu beschränken und auf mögliche
Ausgleichs- oder Verbesserungsmaßnahmen innerhalb und außerhalb der
Bebauung hinzuweisen.
Die Topographie und
die Meteorologie ändern sich nicht von Ewald
Thoma am 21 Jan. 2006 13:58
daher ist dieses Gutachten immer noch ohne jegliche
Einschränkung aktuell. Auch die Klimaänderung spielt keine Rolle. Das
Gutachten beschreibt, wie die stark gegliederte Topographie in Leonberg
planerisch zum positiven oder zum negativen hin ausgenutzt werden kann.
Es liegt in der Hand der Städteplaner, wie dieses Geschenk der Natur
zum Wohle der Bürger genutzt wird. Leider sind die Leonberger Planer
dafür blind und taub. Für sie sind andere Aspekte wie z.B. Illusionäre
städtebauliche Vorstellungen in der Innenstadt viel wichtiger. Selbst
die Landschaftsplaner sind am letzten Dienstag auf das Thema Topographie
und Kleinklima nicht mit einem Wort eingegangen. Da schaue ich mit großem
Neid in unsere Landeshauptstadt. Dort ist es schon seit vielen Jahren
ein großes Thema und wird bei den Planungen immer als ein wesentlicher
Aspekt berücksichtigt.
ZURÜCK
|